Dreifarbenstärling vs Braunschulterstärling
Agelaius tricolor gegen Agelaius humeralis
Ein Quiz mit Dreifarbenstärling und Braunschulterstärling spielen
Dreifarbenstärling
Braunschulterstärling
Kurz gesagt
Das zuverlässigste Feldmerkmal, um den Dreifarbenstärling vom Braunschulterstärling zu unterscheiden, ist die Farbe und der Umfang des Schulterflecks: Der Dreifarbenstärling zeigt bei adulten Männchen einen kräftigen roten (mit weiß darunter) Schulterfleck, während der Braunschulterstärling einen kleineren, braunen (orange-buff) Schulterfleck hat. Juvenile Braunschulterstärlinge haben wenig oder gar kein Braun am Flügel, was zu Verwirrung mit jungen Dreifarbenstärlingen führen kann, aber der Gesamtschimmer, die Körperfarbe und das Verbreitungsgebiet sind starke Hinweise. Der Dreifarbenstärling ist auf das westliche Nordamerika (hauptsächlich Kalifornien) beschränkt, während der Braunschulterstärling in Kuba, Hispaniola und selten in den Florida Keys vorkommt. Beide sind mittelgroße Icteriden, aber der Braunschulterstärling ist etwas kleiner und weniger robust. Im Feld sollte man sich auf die Farbe und Größe des Schulterflecks, den Gesamtschimmer und den geografischen Kontext konzentrieren, um die sicherste Unterscheidung zu treffen.
Bestimmungstipps
- Farbe und Größe des Schulterflecks (Erwachsene): Männchen des Dreifarbenstärlings haben einen kräftigen roten Schulterfleck mit einem weißen unteren Rand; der Braunschulterstärling hat einen kleineren, orange-buff (braunen) Fleck, manchmal mit gelblich-cremefarbenen Spitzen. Dies ist das einzige zuverlässige Merkmal für adulte Männchen.
- Juvenile/immature Flügelmuster: Juvenile Braunschulterstärlinge sind düster schwarz mit wenig oder gar keinem Braun am Flügel, was zu Verwirrung mit jungen Dreifarbenstärlingen führen kann. In diesen Altersstufen sollte man auf den Gesamtschimmer und die Körperfarbe sowie das Verbreitungsgebiet achten.
- Glanz: Adulte männliche Braunschulterstärlinge haben einen leichten bläulichen Glanz auf ihrem schwarzen Gefieder, der beim Dreifarbenstärling fehlt. Weibchen beider Arten sind düsterer, aber der Glanz ist ein nützliches Merkmal bei gutem Licht für adulte Männchen.
- Weibchen/immature Schulterfleck: Weibliche Braunschulterstärlinge haben weniger Braun am Flügel als Männchen, und die medianen Deckfedern sind teilweise schwarz. Weibliche Dreifarbenstärlinge sind ebenfalls matter, aber hier nicht im Detail beschrieben; man kann weniger Kontrast und weniger lebendige Schulterflecken bei den Weibchen beider Arten erwarten.
- Schnabel und Struktur: Die Unterart A. h. scopulus des Braunschulterstärlings hat einen dünneren Schnabel und einen kleineren braunen Fleck, aber die Schnabelform ist zwischen typischen Individuen nicht stark diagnostisch.
- Größe und Körperbau: Der Dreifarbenstärling ist etwas größer und massiger als der Braunschulterstärling, aber dies ist subtil und sollte am besten im direkten Vergleich oder mit Erfahrung verwendet werden.
- Verbreitung: Der Dreifarbenstärling kommt in Kalifornien und angrenzenden pazifischen Regionen vor; der Braunschulterstärling ist karibisch (Kuba, Hispaniola), selten in den Florida Keys. Der geografische Kontext ist oft entscheidend.
- Lebensraum: Der Dreifarbenstärling bevorzugt Sümpfe, landwirtschaftliche Felder und Brombeeren in Kalifornien; der Braunschulterstärling kommt in einer Vielzahl von offenen Lebensräumen in der Karibik vor. Wenn Sie sich in einem Feuchtgebiet in Kalifornien befinden, ist der Dreifarbenstärling weitaus wahrscheinlicher.
- Schwarmgröße und Verhalten: Dreifarbenstärlinge bilden oft riesige, dichte Kolonien, insbesondere im Central Valley. Der Braunschulterstärling ist nicht für solche Mega-Schwärme bekannt.
- Geschlechtsunterschiede: Weibliche Braunschulterstärlinge sind düsterer und weniger glänzend als Männchen, mit einem reduzierten braunen Fleck. Weibliche Dreifarbenstärlinge sind ebenfalls matter als Männchen, aber der Unterschied ist weniger gut beschrieben.
- Unterartenvariation: Seien Sie sich bewusst, dass A. h. scopulus (Braunschulterstärling) einen kleineren Fleck und einen dünneren Schnabel hat, was das Schultermerkmal weniger offensichtlich machen kann.
- Vagabundierung: Wenn Sie einen Stärling mit einem braunen oder roten Schulterfleck außerhalb des normalen Verbreitungsgebiets einer der beiden Arten (z. B. Florida, Oregon) antreffen, überprüfen Sie alle Merkmale sorgfältig und ziehen Sie Vagabundierung in Betracht.
- Gefiederfallen: Immature und weibliche Vögel beider Arten können das volle, klassische Schultermerkmal fehlen, daher sollte man sich nicht ausschließlich auf dieses Merkmal bei jungen Vögeln verlassen. Verwenden Sie Glanz, Größe und Verbreitung als unterstützende Merkmale.
- Iris, Schnabel und Beine: Beide Arten haben dunkle Augen, schwarze Schnäbel und schwarze Beine/Füße, sodass diese Merkmale nicht hilfreich für die Unterscheidung sind.
- Stimme: Es sind keine unterscheidbaren Lautäußerungen in den Notizen angegeben; verwenden Sie visuelle Merkmale zur Unterscheidung.
Größe
Der Braunschulterstärling ist etwas kleiner, misst 19–22 cm in der Länge und wiegt 34,5–38,3 g (von Weibchen zu Männchen) [wikipedia]. Die Maße des Dreifarbenstärlings sind hier nicht angegeben, aber er ist im Allgemeinen ähnlich wie der Rotflügelstärling und somit etwas größer und schwerer als der Braunschulterstärling. Im direkten Vergleich sollte der Dreifarbenstärling länger und massiger erscheinen, insbesondere in Schwärmen. Allerdings ist die Größe allein selten diagnostisch, es sei denn, beide Arten stehen nebeneinander.
Gefieder
Juvenile und immature Braunschulterstärlinge sind düster schwarz mit minimalem oder keinem Braun am Flügel, sodass junge Vögel das klassische Schultermerkmal fehlen können; dies kann zu Verwirrung mit immature Dreifarbenstärlingen führen, die ebenfalls das volle adulte Schultermuster nicht haben. Adulte männliche Dreifarbenstärlinge haben einen auffälligen roten Schulterfleck, der unten von Weiß begrenzt ist, während adulte männliche Braunschulterstärlinge einen kleineren, orange-buff (braunen) Fleck auf den kleineren und medianen Deckfedern haben, wobei die medianen Deckfedern gelblich-cremefarben gespitzt sind. Weibliche Braunschulterstärlinge sind insgesamt düsterer, mit weniger Braun und ohne blauen Glanz, während weibliche Dreifarbenstärlinge ebenfalls matter sind, aber hier nicht im Detail beschrieben werden. Beide Arten sind ansonsten schwärzlich, aber männliche Dreifarbenstärlinge fehlen der bläuliche Glanz, der bei männlichen Braunschulterstärlingen zu sehen ist. Der braune Fleck des Braunschulterstärlings ist immer kleiner und begrenzter als der kräftige, zweifarbige Fleck des Dreifarbenstärlings. Die Unterart A. h. scopulus (Braunschulterstärling) hat einen noch kleineren Fleck und einen dünneren Schnabel.
Verhalten
Dreifarbenstärlinge sind stark kolonial, bilden oft große, dichte Nistkolonien in Sümpfen oder landwirtschaftlichen Feldern. Braunschulterstärlinge werden nicht in demselben Maße als kolonial beschrieben. Beide Arten suchen in offenen Bereichen nach Nahrung, aber Dreifarbenstärlinge werden eher in sehr großen Schwärmen gesehen, insbesondere im Central Valley von Kalifornien. Das Verhalten im Flug und bei der Nahrungssuche ist ansonsten typisch für Icteriden und nicht stark diagnostisch.
Lebensraum
Der Dreifarbenstärling ist auf die pazifischen Küstenregionen Nordamerikas, insbesondere Kalifornien, beschränkt, wo er in Sümpfen, landwirtschaftlichen Feldern und manchmal in Brombeeren brütet. Der Braunschulterstärling kommt in Kuba, Haiti und möglicherweise der Dominikanischen Republik vor, mit seltener Vagabundierung zu den Florida Keys. Eine Überlappung der Lebensräume ist im Wesentlichen unmöglich, außer bei seltenen Vagabunden. Wenn er außerhalb Kaliforniens oder der Karibik gesehen wird, überprüfen Sie auf Vagabundierung, erwarten Sie aber den Dreifarbenstärling im Westen und den Braunschulterstärling in der Karibik.
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