Waldschnäppertyrann vs Birkenschnäppertyrann
Contopus bogotensis gegen Empidonax flaviventris
Ein Quiz mit Waldschnäppertyrann und Birkenschnäppertyrann spielen
Waldschnäppertyrann
Birkenschnäppertyrann
Kurz gesagt
Das zuverlässigste Feldmerkmal zur Unterscheidung zwischen Waldschnäppertyrann und Birkenschnäppertyrann ist die Farbe und das Muster der Unterseite und der Flügelbinden, insbesondere bei Juvenilen: Juvenile Waldschnäppertyrannen zeigen braunere Oberseiten und breite zimt-braune Spitzen an den Flügeldecken, während Birkenschnäppertyrannen aller Altersstufen starke gelbliche Unterseiten und auffällige, kontrastierende Flügelbinden haben. Erwachsene können durch die rußig olivgrauen Oberseiten des Waldschnäppertyranns und die dünnen Flügelbinden im Vergleich zum grünlichen Rücken, dem gelben Bauch und den viel auffälligeren Flügelbinden des Birkenschnäppertyranns getrennt werden. Auch die Schnabelfarbe hilft: Der Waldschnäppertyrann hat einen gelblichen oder orangefarbenen Unterkiefer, während der Unterkiefer des Birkenschnäppertyranns orange-rosa ist. Beide Arten sitzen aufrecht und jagen Insekten, aber der Waldschnäppertyrann kehrt oft zu demselben Ansitz zurück und zittert mit seinem Schwanz, während der Birkenschnäppertyrann über das Laub schweben kann. Die Größe ist ähnlich, aber der Waldschnäppertyrann kann etwas schlanker und mit längerem Schwanz erscheinen.
Bestimmungstipps
- Juvenile Flügeldecken: Juvenile Waldschnäppertyrann zeigt breite blass zimt-braune Spitzen an den Flügeldecken, was den Flügelbinden ein warmes, braunes Aussehen verleiht. Juvenile Birkenschnäppertyrann (und Erwachsene) haben auffällige weiße oder gelbliche Flügelbinden, aber nicht die breiten zimt-braunen des Waldschnäppertyranns.
- Farbe der Oberseite: Der Waldschnäppertyrann ist oben rußig olivgrau (Erwachsene) oder brauner (Juvenile), während der Birkenschnäppertyrann immer grünlich oben ist.
- Farbe der Unterseite: Der Waldschnäppertyrann hat weiße bis gelblich-weiße Unterseiten mit nur einem schwachen grauen Schimmer auf der oberen Brust; der Birkenschnäppertyrann ist deutlich gelblich unten, insbesondere am Hals und Bauch.
- Flügelbinden: Die Flügelbinden des Waldschnäppertyranns sind dünn und grauweiß bis bräunlich-grau, oft subtil; die des Birkenschnäppertyranns sind auffällig, weiß oder gelblich und stehen in starkem Kontrast zu den schwärzlichen Flügeln.
- Augenring: Beide haben einen weißen oder blassen Augenring, aber der des Waldschnäppertyranns ist dünn und der des Birkenschnäppertyranns oft auffälliger, niemals mit einer tropfenförmigen Ausstülpung (die diagnostisch für Western Flycatcher ist, nicht für diese beiden).
- Schnabelfarbe: Der Waldschnäppertyrann hat einen schwarzen Oberkiefer und einen gelblichen/orangefarbenen Unterkiefer (dunkelorange bei Juvenilen); der Unterkiefer des Birkenschnäppertyranns ist orange-rosa, der obere ist dunkel.
- Schwanzlänge: Der Schwanz des Waldschnäppertyranns ist etwas länger und oliv-grau; der Schwanz des Birkenschnäppertyranns ist relativ kurz und nicht so deutlich in der Farbe.
- Haube: Der Waldschnäppertyrann hat eine leichte Haube auf dem Kopf, die ein subtil spitzes Aussehen verleiht; die Krone des Birkenschnäppertyranns ist flacher.
- Gesichtsmuster: Das Gesicht des Waldschnäppertyranns ist graugrün mit weißen bis grauweißen Lores; das Gesicht des Birkenschnäppertyranns ist grünlich mit einem helleren gelben Hals.
- Sitzverhalten: Der Waldschnäppertyrann kehrt oft zu demselben Ansitz zurück und zittert mit seinem Schwanz nach dem Jagen; der Birkenschnäppertyrann kann über das Laub schweben und zeigt nicht das gleiche Schwanzzitterverhalten.
- Habitatkontext: In tropischen Waldrändern oder mittelhohen Ansitzen ist der Waldschnäppertyrann wahrscheinlicher; in borealen oder nördlichen Mischwäldern, insbesondere während der Migration, ist der Birkenschnäppertyrann wahrscheinlicher.
- Fressverhalten: Der Waldschnäppertyrann ist streng insektivor und schließt sich selten gemischten Schwärmen an; der Birkenschnäppertyrann kann Beeren oder Samen fressen und ist flexibler in der Nahrungssuche.
- Vokalisation: Wenn gehört, kann das raue, absteigende "tse-berk" des Birkenschnäppertyranns helfen, aber die Stimme des Waldschnäppertyranns wird hier nicht beschrieben.
- Geschlecht und Saison: Beide Arten sind in der Gefiederfarbe sexuell monomorph; saisonale Variation ist subtil, aber die braunen Flügeldecken des juvenile Waldschnäppertyranns sind ein starkes Merkmal im Spätsommer und Herbst.
- Falle: Achten Sie auf das Licht: Die subtilen oliv- und grauen Töne des Waldschnäppertyranns können im tiefen Schatten grüner erscheinen, und der gelbe Bauch des Birkenschnäppertyranns kann bei schwachem Licht gedämpft sein. Überprüfen Sie immer mehrere Merkmale.
Größe
Beide Arten sind in der Länge ähnlich (Waldschnäppertyrann: 12–14 cm; Birkenschnäppertyrann: 13–15 cm), und ihr Gewicht überschneidet sich (Waldschnäppertyrann: 8–14 g; Birkenschnäppertyrann: 8,5–17 g), aber der Birkenschnäppertyrann ist im Durchschnitt etwas schwerer (Mittelwert 11,3 g). Im Feld ist die Größe kein starkes Unterscheidungsmerkmal, aber der Waldschnäppertyrann kann etwas schlanker und mit längerem Schwanz erscheinen, während der Birkenschnäppertyrann kompakter mit einem kürzeren Schwanz wirkt.
Gefieder
- Juvenile: Juvenile Waldschnäppertyrannen haben braunere Oberseiten als Erwachsene, mit breiten buff- bis zimt-braunen Kanten an den Oberfedern und breiten blassen zimt-braunen Spitzen an den Flügeldecken; ihr Kinn ist braun. Juvenile Birkenschnäppertyrannen werden nicht im Detail beschrieben, aber alle Altersstufen zeigen grünliche Oberseiten und starke gelbe Unterseiten, mit auffälligen weißen oder gelblichen Flügelbinden.
- Erwachsene: Der Waldschnäppertyrann ist oben rußig olivgrau mit einer dunklen Krone und dünnen grauweißen bis bräunlich-grauen Flügelbinden. Seine Unterseiten sind weiß bis gelblich-weiß, mit nur einem grauen Schimmer auf der oberen Brust. Der Birkenschnäppertyrann ist grünlich oben, mit einem helleren gelben Bauch und Hals, und die Flügelbinden sind viel auffälliger und kontrastieren stark mit den schwärzlichen Flügeln. Das Gesicht des Waldschnäppertyranns ist graugrün mit einem dünnen weißen Augenring, während der Augenring des Birkenschnäppertyranns weiß oder gelb ist, niemals tropfenförmig.
- Schnabel: Der Waldschnäppertyrann hat einen schwarzen Oberkiefer und einen gelblichen/orangefarbenen Unterkiefer (Juvenile: dunkelorange), während der Oberkiefer des Birkenschnäppertyranns dunkel und der Unterkiefer orange-rosa ist.
- Schwanz: Der Schwanz des Waldschnäppertyranns ist oliv-grau und etwas länger; der Schwanz des Birkenschnäppertyranns ist relativ kurz.
Verhalten
Beide Arten jagen Insekten von Ansitzen, aber der Waldschnäppertyrann sitzt typischerweise aufrecht auf exponierten oder halb-exponierten Ansitzen am Waldrand oder in mittelhohen Lagen, kehrt oft zu demselben Ansitz zurück und zittert mit seinem Schwanz nach jedem Jagdversuch. Der Birkenschnäppertyrann sitzt ebenfalls niedrig oder in mittelhohen Lagen, ist aber wahrscheinlicher, über das Laub zu schweben und kann zusätzlich zu Insekten Beeren oder Samen fressen. Der Waldschnäppertyrann schließt sich selten gemischten Arten an, während das Schwarmverhalten des Birkenschnäppertyranns nicht spezifiziert ist.
Lebensraum
Der Waldschnäppertyrann ist von Südostmexiko bis Nord-Südamerika verbreitet und bevorzugt Waldränder und mittelhohe Ansitze. Der Birkenschnäppertyrann brütet in borealen oder Mischwäldern und ist wahrscheinlicher in Nordamerika während der Migration oder Brutzeit anzutreffen. In überlappenden Verbreitungsgebieten können Kontext und Habitat helfen: Der Waldschnäppertyrann ist wahrscheinlicher in tropischen/subtropischen Waldrändern, der Birkenschnäppertyrann in nördlichen oder wandernden Waldgebieten.
Stimme
Der Birkenschnäppertyrann gibt ein raues, absteigendes "tse-berk" Lied von sich, das mit dem Zwergschnäppertyrann verwechselt werden kann, aber nicht für den Waldschnäppertyrann beschrieben wird. Die Vokalisationen des Waldschnäppertyranns sind in den Quellen nicht detailliert, daher ist die Stimme hier kein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal.
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